Archiv für Dezember 2008

Gekommen um zu bleiben

Die Katze ist aus dem Sack. Die Initiative „Faites votre jeu“ veranstaltete gestern eine Pressekonferenz, um über den aktuellen Stand der Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt und die weiteren Perspektiven des selbstverwalteten Raums zu informieren. Diese Pressekonferenz ist komplett dokumentiert. Nachdem zwei Ersatzobjekte aus nachvollziehbaren Gründen nicht in Frage kamen, heißt es nun: Gekommen um zu bleiben! Das Haus soll nach Ablauf der Duldung am 15. 01. nicht verlassen werden. Jetzt stellt sich die Frage, wie die Stadt reagiert. Auch wenn sich die UnterstützerInnenliste sehen lassen kann und das entstandene kulturelle und politische Leben sich der Solidarität des Stadtteils und einer heterogenen Fangemeinde sicher sein kann, wäre eine Eskalation von Seiten der Stadt wohl denkbar. Ein Vertreter der HfBK Städelschule Frankfurt brachte die Konsequenz einer Fortführung des bisherigen Umgangs der Stadt mit der Initiative treffend auf den Punkt:

Wenn Frankfurt den Anspruch hat, Kunst- und Kulturmetropole zu sein, sollte sie die Eigeninitiative von Projekten wie ,Faites votre jeu!‘ mit Respekt begrüßen – und nicht etwa mit einer Strafanzeige oder gar mit einer Räumung durch Schlagstockeinsatz zu bedrohen

Pk, Videos + Presseschau gibts hier.

Zivi(l)courage

Bereits in Heiligendamm tauchten Videos auf, die beweisen, dass Zivis auf Demonstrationen vermummt auftreten und als Provokateure agieren. Auch in Frankfurt mischten sich Zivis bei einer Soli-Demo zu den Ereignissen in Griechenland unter die DemonstrantInnen. Zu sehen ist das ganze hier. Die FR, die diese Tatsachen in einem Bericht als Behauptungen abtut, lässt nicht nur die verletzten Demo-TeilnehmerInnen unerwähnt, sondern versucht auch den Videolink in der Kommentalspalte zu unterdrücken.

Schnäppchenreise

Advent 2008 in Athen. Ein Angebot, dass sie sich nicht durch die Lappen gehen lassen sollten.
Sie starten von einem Flughafen ihrer Wahl und landen nach ca. zwei Stunden auf einer Schotterpiste abseits der Großstadt, um dem Generalstreik so gut wie möglich zu entgehen. Nachdem sie geprüft haben, ob ihr Hotel noch steht und wenn ja auch den EU-Brandschutzbestimmmungen entspricht, machen sie sich auf zu einem entspannten Spaziergang im Athener Zentrum. Auf ihrem Weg begegnen sie freundlichen vermummten Weihnachtswichteln, die – sie werden es merken – mehr als ein Lichtlein angezündet haben und somit die kalte griechische Nacht in eine warme, heimelige Atmosphäre tauchen. Nachdem sie in einer besetzten Uni ihrer Wahl ein Dinner aus der Gulaschkanone zu sich genommen haben, erwartet sie noch ein besonderes Schmankerl: Der brennende Weihnachtsbaum von Athen. Hier können sie ein wenig verweilen und abermals feststellen, warum Griechenland für seine Kulturgüter berühmt berüchtigt ist. Bei so viel Kultur kann man schon das ein oder andere Tränchen verdrücken, auch weil die Luft dieser Tage noch etwas beißender in die Augen dringt, als im restlichen Jahr. Auch Tagesausflüge zu den Ruinen der Polizeikasernen in Thessaloniki oder Heraklion auf Kreta sind gegen einen kleinen Aufpreis möglich. Das auswärtige Amt warnt lediglich vor schießwütigen Uniformierten. Doch wenn sie sich möglichst abseits der Wege und nah an den Weihnachtswichteln halten, sollte dies für sie keine Gefahr darstellen. Buchen sie jetzt ihre Pauschalreise zum Advent nach Athen und erhalten sie gratis einen griechischen Adventskoffer, bestehend aus einer Gasmaske, Pyrotechnik und einem bunten Allerlei an Wurfgegenständen.