Archiv für Mai 2011

…und dieses schicke Blau

Einige Impressionen vom Tag der offenen Tür der Frankfurter Polizei:
Wow, was war da nicht alles geboten. Blaskapelle, Zeugentest, In-den-Wasserwerfer-Setzen, ED-Behandlung, Schießstandbesichtigung, Betrunkenheitssimulator-Brille (ein Highlight übrigens), der komplette Fuhrpark, ein spektakuläres Showprogramm und jede Menge Bratwurst. Natürlich musste man damit rechnen, alle zehn Minuten kontrolliert zu werden, Zitat: „Wir haben Hinweise darauf, dass die Antifa das hier mit Flyern überrennen will“, bei der nächsten Ausweiskontrolle hieß es dann: „Wir haben Hinweise darauf, dass hier Antifa-Leute unterwegs sind und gezielt Photos von Kollegen macht.“ Mmmhh, ziemlich schlimme Sache, so ne Antifa…und dann auch noch im eigenen Gebäude. In letzter Zeit könnte man fast den Eindruck gewinnen, „die Antifa“ wäre noch vor der kroatischen Wettmafia, den Ultras oder den Drogenkartellen die gefährlichste Gruppierung in der Stadt. Naja, dann kann man auch mal willkürlich alle kontrollieren, die sich vielleicht einfach nur einen netten Tag der offenen Tür machen wollten. Das nächste Mal nehm ich Kinder mit, um in Ruhe gelassen zu werden.
Das Gebäude, das vor dem Hintergrund eines Bürgerkriegsszenario erdacht worden zu sein scheint (massive Festungsanlage auf einem Sockel, zentral, aber peripher genug, um als Rückzugs bzw. Nachschubstelle nah am Stadtzentrum genutzt zu werden) wurde in weiten Teilen mit Ständen und Attraktionen vollgestopft, in den Höfen gabs entweder Biergarten oder Showprogramm, bei dem es u.a. Europameister Polizeihauptkommissar Kraft mit seinem Motorrad zu bewundern gab, das Drill-Team der American High-School in Bamberg sowie Vebreschajagd und Kampfsimulationen des BFE. Die Abseilaktion des SEK wurde leider abgesagt. In der Werkstatt und anderen Räumen der Innenhöfe waren allerlei Absurditäten zu bewundern. Ich geh nächstes Jahr wieder hin.





Nachbarschaften

Wenn weder Mr. Hug noch die 100 Papphocker helfen können, gibt es im Falle eines Nachbarschaftsstreits ja immer noch RTL und dessen neuen Star am Doku-Soap-Himmel: Franz Obst, Anwalt und Mediator, der die verfeindeten Parteien binnen drei Tagen mit genialen Tests und Versöhnungsspielchen wieder zueinander führt. Sensationell aber sind im Gegensatz zum Format „Nachbarschaftsstreit“ eher die morphologischen Nachbarschaften des Herrn Obst, die auf eigentümliche Art und Weise einen gewissen französischen Sozialphilosophen und Nosferatu, den Karpatenvampir der 20er Jahre zueinander finden lassen:

Michel Foucault, Philosoph, Frankreich
Nosferatu, Vampir, Karpaten
Franz Obst, Streitschlichter, RTL

Aufklärung durch Wurst

Kant Salami

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner Haustür zum Netto nebenan.

Liebe Frankfurter Polizei….

für ein Skandälchen in der Bembel-Metropole mag’s ja noch reichen, aber im Vergleich zu richtigen Cops seid ihr ja so was von langweilig!

Ich wusste immer schon….

dass Recycling eine schlechte Idee ist.